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Die Hartz IV Opfer! - BESCHWERDE BEI DER ARGE



An die ARGE
Stingstr. 17
72336 Balingen

Betrifft meinen Widerspruchsantrag
Ihr Zeichen 498-61402BG0003525 W159/10


Guten Tag Herr Raible!

Vielen Dank für Ihr schnelles und ausführliches Schreiben vom 8.3.2010, mit dem ich mich aber nicht zufrieden geben kann.

Vorweg möchte ich nochmals hinweisen, dass das Grundgesetz Gericht erst kürzlich entschieden hat, dass die Regelsätze für Hartz IV Opfer kein menschenwürdiges Leben zulassen und die Regierung bis Ende des Jahres hier per Gesetz nachbessern muss. Auf Grund dieses Urteils hat auch die gegenwärtige Regierungskoalition versprochen, hier bis zum Jahresende die Regelsätze nach den Bedürfnissen anzupassen. Es wurde auch ein unbürokratisches Handeln in Härtefällen öffentlich zugesagt.

Meine im Widerspruch ausführliche Darstellung, weshalb es zu dieser Mehrzahlung an Strom gekommen ist, muss ich nicht wiederholen.

Ich habe mich streng an die Auflagen des Hartz IV Gesetz gehalten und bin dem Wortlaut gefolgt: Jeder Hartz IV Empfänger von Leistungen ist verpflichtet eine zumutbare Arbeit aufzunehmen!

Daran wollte ich mich natürlich halten und sehe auch in einer Arbeit als freier Mediengestalter eine zumutbare Arbeit auch mit fast 63 Jahren, der ich auch nicht ausweichen will, weil ich meinen Beruf liebe und mich auch berufen fühle!

Da meine Bemühungen als Arbeitnehmer wegen meines Alters keinen Erfolg zeigten, war ich bis Dato nicht nur gewillt auch hier angebotene Arbeiten als freier Mediengestalter anzunehmen, habe alles unternommen, was ohne teure Werbemaßnahmen an Aufträge erreichbar war.

Wie schon mehrmals schriftlich hingewiesen, benötigt ein Fotografenmeister für fotografische Arbeiten eine gewisse Größe an Arbeitsraum, um diese Arbeiten ausführen zu können. Doch hier hat das Hartz IV Gesetz kein Angebot, damit Menschen in Not wieder auf die Füße kommen- nein, wer mal als Hartz IV Opfer sich nicht mehr gegenwärtig selbst versorgen kann, der muss notgedrungen in dieser Falle der Armut meist den Rest des Lebens ausharren.

Es ist aber bekannt und nachgewiesen, dass 75% der Bescheide und Entscheider der ARGE per Gesetz nicht nur anfechtbar sind und zum Erfolg führen. Es geht nicht an, wenn Deutschland sich rühmt, ein wirklicher Sozialstaat zu sein und dann es gnadenlos hinnimmt, dass mehr als 10 Millionen Bürgerinnen und Bürger weit unterhalb der Armutsgrenze leben müssen.

Auch hier wurde schon sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Willkür in den Entscheidungen der ARGE Mitarbeiter an der Tagesordnung sind und dann die Sozialgerichte für Klärung per Gesetz hinzugezogen werden müssen. Weil das so ist, werde ich für meine Rechte bis zur letzten Instanz alle Möglichkeiten ausschöpfen und auch meinem Stromanbieter Ihr Schreiben vorlegen und bitten, mir Unterlagen zukommen zu lassen, wo die ARGE schon solchen Härtefälle folgend die Kosten übernommen haben. Im Übrigen ist die Ausgrenzung am Warmwasser Verbrauch regelrecht idiotisch, weil in den meisten Wohnungen mit Öl oder Gas die Heizung und das Warmwasser hergestellt wird.

Es gehört auch zum menschenwürdigen Leben sich warm Duschen zu können und ein mal die Woche ein warmes Bad zu nehmen, auch wenn verbrecherische Politiker der Meinung sind, darauf hat ein Hartz IV Opfer keinen Anspruch. Die Politiker sollten mal vom warmen Wasser zum Waschen, Duschen und Baden ausgeschlossen werden, so lange, bis sie diese unmenschliche Aussagen widerrufen.

Ihre Verweise auf den § 23 SGB II sind eigentlich eindeutig hinfällig, weil das Grundgesetzgericht einen Verstoß gegen die Menschenrechte und Würde deutlich ausgesprochen hat und hier die betroffenen Hartz IV Opfer auf Nachbesserung bestehen können.

Wir werden dann wohl die Sozialgerichte immer öfter bemühen müssen, um auf solche Härtefälle eindeutig hinzuweisen, um Abhilfe erreichen zu können.

Dann möchte ich auch den Vorwurf von Ihnen nicht so stehen lassen, ich würde mich nicht um eine passende kleine Wohnung bemühen.

Da ja auch in der Bemessung der Kosten für eine menschenwürdige Wohnung von 270.- EUR Kaltmiete, die vor 15-20 Jahren als durchschnittlicher Mietspiegel als nachvollziehbar betrachtet werden kann, aber für 2010 nicht mehr als zeitlich angepasst einzustufen ist, wird es sehr schwer sein, eine Wohnung mit den zugestandenen 45qm Nutzfläche zu finden.
Meinen Verweis auf die Tatsache, dass Menschen die älter als 60 Jahre sind auf eine angemessene Wohnung ein Recht haben und das auch vom Gesetzgeber zugestanden wird, muss ich wohl nicht immer wiederholen müssen.

Wie wollen Sie also Herr Raible Ihre Aussage untermauern, ich würde mich um einen Umzug in eine kleine
Wohnung nicht bemühen?

Als ich Frau Wiedmann meiner Sachbearbeiterin im Januar 2010 sehr deutlich geschildert hatte, bevor mir der Regelsatz gekürzt wurde, ich kann auf Grund der desolaten Wirtschaft auch in Deutschland und Rückgang der Binnenwirtschaft mich weiterhin nicht mehr mit Nebeneinkommen selbst versorgen und deshalb notgezwungen vor meinem 65. Lebensjahr aufgeben zu müssen, begann meine direkte Wohnungssuche in Balingen.

Hier werde ich auf die wichtigen Bedingungen für einen Menschen im quasi Rentenalter nicht verzichten und das bedeutet im Detail:

Eine RUHIGE Wohnung in Nähe von Einkaufsmöglichkeiten für die Grundnahrungsmittel, Nähe von
ärztlicher Betreuung, keine Wohngegend mit Gewaltpotenzial und Ängste das Haus verlassen zu
können und nicht höher als im 1. Stock, wegen der im Alter zunehmenden körperlichen Gebrechen.


Die gerade mal zugestandenen 45qm sind sehr wichtig, weil Menschen in Armut lebend, die meiste Zeit notgedrungen in den vier Wänden verbringen müssen und das nach einem wirklich schweren Arbeitsleben derzeit leider hinzunehmen haben.

Da aber diese Wohnungen kaum zu bekommen sind für 270.- EUR werde ich wohl notgedrungen zwischen 300.- und 350.- EUR für die Kaltmiete zahlen müssen + Nebenkosten und dann vom restlichen Almosen versuchen nicht hungern zu müssen. Hungern musste ich bis zu meinem 10 Lebensjahr in Pommern und Ostpreußen, weil idiotische dumme deutsche Menschen in ihrer Naivität einem Adolf zugejubelt haben und damit für den zweiten Weltkrieg mit seinen Tragödien auch eine Teilschuld mittragen. Hungern will ich nicht mehr und mit 4.- EUR jeden Tag gesund leben zu können ist überhaupt nicht machbar!

Aus diesem Grund ist eine Abzahlung von der Stromkostennachzahlung völlig ausgeschlossen und nicht machbar. Schon mit 10.- EUR monatlichem Verlust des Regelsatzes wegen Abzahlung in Raten, muss der Betroffene mehr als 2 Tage hungern!!! Ob sich der Stromanbieter auf eine Ratenzahlung von 1.- EUR pro Monat zufrieden gibt, ist nicht auszugehen und sicher auch nicht bereit zu warten, bis die Regelsätze angehoben werden. Auch hier sind die Hartz IV Opfer mehr als in der Not, da die Kosten für Strom, Wasser/Abwasser, Müllgebühren, Heizung, Bus und Bahnfahrten jedes Jahr gestiegen sind. Auch die Grundnahrungsmittel, wie Obst und Gemüse, sollte schon Bio sein und nicht diese "GENSCHEISSE", steigen im Preis immer weiter.

Ich werde also auf eine Übernahme der jetzigen Kosten bis zum Umzug, auf eine menschenwürdige Wohnung mit 45qm im geschilderten Umfeld nicht verzichten und für meinen mehr als bescheidenen Lebensabend mit Recht geforderten Zugeständnisse alle rechtlichen Instanzen bemühen.

Ich werde auch gegen diese verbrecherische Hetze von Westerwelle und Co gegen die Hartz IV Opfer mit mehr als 10 Millionen ohne Arbeit, oder nur eindeutig unterbezahlten ausgebeuteten Menschen all meine Phantasie und Begabungen zum Einsatz bringen- und wenn demnächst die gescholtenen Hartz IV Opfer, die "faulen Säcke" in den Agenturen für Arbeit mit Sitzblockaden auf die Tatsache auch über die Medien aufzeigen, dass 800 000 tausend freie Stellen nicht für mehr als 7 Millionen Arbeitslosen Hartz IV Opfern zur Verfügung stehen, diese Beschimpfung faul zu sein ein Verbrechen darstellt und eine Arbeit über die ARGE mit Protest mit Sitzblockaden dann eben erzwungen werden muss- eine Arbeit von der man auch menschenwürdig leben kann!

Die Parole kann nur lauten!

Wir wollen eine Arbeit jetzt und nicht für immer in die Armut abgeschoben werden!

Hier sind die Agenturen für Arbeit in die Pflicht zu nehmen, die von den Arbeitslosenbeiträgen ja auch bezahlt werden. Diese Aufgabe auf Zeitarbeiter Firmen abzuschieben, die dann Zeitarbeiter ausbeuten können ist ein schweres Verbrechen, für die natürlich die Mitarbeiter der ARGEN nicht die Verantwortung tragen, was ich an dieser Stelle sehr deutlich ausdrücken will. Vielleicht gehen die Mitarbeiter der ARGEN auch mal auf die Straßen zum Streiken, um zu zeigen dass die Wut der Hartz IV Opfer nicht immer auf ARGE Mitarbeiter abgeschoben werden kann und die Verbrecher des System in Politik und Wirtschaft angesiedelt sind, damit die Reichen immer Reicher werden!

Ich hoffe, ich habe mich mal wieder sehr deutlich zu Wort gemeldet und meine und die der vielen Hartz IV Opfer auf den Punkt gebrachten Forderungen, wenn es sein muss einzuklagen.

Wir Opfer vom Hartz IV Gesetz, für die verbrecherische Politiker und Personen aus der Wirtschaft,
wie Peter Hartz Pate standen und Millionen von Menschen in ausweglose Armut gestürzt haben,
wir werden für unsere verbrieften Rechte auf ein menschenwürdiges Leben nicht verzichten und mit
allen friedlichen Mitteln für unsere Rechte den Kampf aufnehmen.

Wir Opfer von Hartz IV werden es uns nicht gefallen lassen als "faule Säcke" betiteln zu lassen,
auch wenn einzelne Hartz IV Opfer nicht immer ohne Grund sich weigern vom Kapital maßlos
ausgebeutet zu werden.
Wir wollen ALLE Arbeit haben und in der Gesellschaft die wichtige notwendige Anerkennung finden,
für die Arbeit die Bezahlung erhalten, die ein menschenwürdiges Leben auch garantiert!


Ich hoffe dass viele diesen Brief, meinen Widerspruch an die ARGE lesen und selber den Mut finden, sich von einem verbrecherischen System nicht auf Dauer in unerträgliche Armut abschieben zu lassen.

MfG
Edward Grossmann

Die Antwort auf diese Beschwerde wird natürlich nach Eingang hier zu lesen sein und auch der weitere Verlauf veröffentlicht.

Die Gewerkschaft für das Volk ohne Lobby die DVG wird sich mit den steigenden Mitgliedern und mit Hilfe einer Stiftung Volksgewerkschaft, sicher mit den dann zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln im Stande sehen, den notwendigen Beitrag und Druck zu leisten, damit Hartz IV Opfern endlich geholfen werden kann und diese unerträgliche Diffamierung, niederträchtige Beschimpfungen und ein Leben in trostloser Armut ein Ende findet.

HARTZ IV MUSS BESEITIGT WERDEN ! ! !

Wer sich hier mit eigenen Beschwerden an die ARGE Agenturen und Sozialgerichte beteiligen will,
ist herzlich Willkommen und wir werden diese Beschwerden alle veröffentlichen!

Wir sind das Volk! Und alle Macht hat vom Volk auszugehen!

Deshalb meine Bitte:

Mensch trau Dich- auch Du!

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